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[german only]

YELLOW WOLRD am 21.07.2001 22:15
(www.yellowworld.ch)

Rock'n Roll im Gasterntal

50 Fahrer stuerzen sich im Gasterntal mit ihren Boards und Skis eine
Geroellhalde hinunter. Ein Rockboarder kennt keine
Grenzen und keine Schmerzen.

Das Gasterntal: lichte Waelder, frisch verschneite Berge und - ploetzlich
der suesse Duft eines glimmenden Joints in der Nase und Shaggy's Angel
aus riesigen Lautsprechern. Am rot-blauen Red Bull Zelt wird fleissig
Bier gezapft, Cervelats werden gebraetelt und Jungs und Maedels
tummeln sich in Shorts, Shirt, Skischuh und Softboot.

Adrenalin und Happening "Die Leute kommen jedes Jahr wieder,
wir sind wie eine Familie, die sich im Gasterntal zum Rockboarden trifft",
erklaert OK-Mitglied Manuel Muerner.

Etwa 50 Fahrer sturzen sich auf Skis, Snowboards oder Bigfoots
die stotzige Geroellpiste hinunter. Mehr oder weniger gepolstert,
je nach persoenlichem Haertegrad des Rockers, kurven, rollen
und ueberschlagen sie sich durch die acht ausgeflaggten Tore.

Kleine Steinlawinen rasseln mit den Fahrern zu Tal und im Ziel helfen
nicht selten die nackten Knie, die halsbrecherische Fahrt zu stoppen.
"Es ist der Adrenalin-Kick, der dich auf die Strecke bringt",
erklärt Manuel Mürner das "Warum?".

"Rock'n Roll!" ist alles, was Weltcup-Boarder Ueli Kestenholz zur
Sinnfrage beisteuert.
Ab so viel Mut und Leichtsinn kann der Wanderer aus Deutschland nur
unglaeubig den Kopf schuetteln. "Nie" wuerde er mitmachen und mischt
sich mit einem kuehlen Bier munter unter die Fahrer.

Weltweit einzigartig Der Rockboard Event im Gasterntal sei der einzige
weltweit in dieser Art, sagt Manuel Muerner. "Mit der Suche nach einem
geeigneten Hang für Werbefotos hat alles begonnen."

Seit 1995 findet nun alljaehrlich dieses Rennen statt, "und immer
mit Frauenbeteiligung", erinnert sich Muerner nicht ohne Stolz.
Sogar ein Fernsehteam des deutschen Senders VOX reiste ins
Berner Oberland. Irgendwann zwischen August und September
soll dann eine Reportage in "Fit for Fun" Sonntag Abend 1915
ueber die Rockboarder ausgestrahlt werden.

Als Preis für den gezeigten Mut erhalten alle Fahrer blaue Flecken,
Schrammen und Schuerfungen. Die schnellsten Rockboarder
des Rennens gewinnen Redbullflaschen, so viele wie die
Nummer ihrer jeweiligen Schuhgroesse. (scc/Matthias Baumer)

 

OBERHASLER am 23. Juli 2001
(www.jungfrau-zeitung.ch)

Sechstes Rockboarding im Gasterntal, Kandersteg bue.

Normalerweise braucht es zum Snowboarden Schnee. Nicht so,
fuers Rockboarden. Da wird auf einer Geroellhalde den Berg hinunter
gefahren. Wer also nicht auf den ersten Schnee warten mochte,
traf sich vergangenen Samstag zum diesjaehrigen
Rockboarding im Gasterntal.

Bereits zum sechsten Mal wurde das Rockboarding durchgefuehrt.
"Es war gar nicht so einfach diesen Platz im Gasterntal zu finden",
erklaert Manuel Muerner, der Organisator dieses Events.
"Die Geroellhalde muss genug steil sein um ueberhaupt ins rutschen
zu kommen. Ebenso duerfen die Steine nicht groesser als ungefaehr
eine Faust sein. Soweit ich weiss ist dies weltweit der einzige
Event in dieser Art." Bereits sechsmal wurde das Rockboarding
ausgetragen und trotz der harten Unterlage, musste noch nie
eine schwere Verletzung verzeichnet werden.

Die richtige Laenge ist entscheidend. Gefahren wird mit alten
Snowboards die hinten abgesägt werden. Nur so kann man
das Board in der Kurve steuern. Wer allerdings zu viel absaegt,
hat keine Fuehrung mehr. Es muss also die richtige
Laenge gefunden werden.

Auch die Bekleidung ist etwas anders. Wo sonst bei Rennen
moeglichst aerodynamische Anzuege zu sehen sind, waren am
Rockboarding Helme, Schuetze und Protektoren angesagt.

Es bestand zwar nur ein Helmobligatorium, aber viele trugen
auch noch Ruecken- und Knieschuetze. Nur der beste Lauf
zählte Die 60 Teilnehmer starteten in den Kategorien
Snowboard, Ski und Telemark.

Darunter befanden sich auch vier Frauen, welche den Mut
fanden die Geroellhalde hinunter zu fahren. Trainieren durfte
jeder so viel er wollte. Den Teilnehmern standen je drei Laeufe
auf Zeit zur Verfuegung. Der beste Lauf ueber die Strecke von
100 Metern wurde gewertet. In einem Lauf
galt es acht Tore zu umfahren.

Wenn einmal ein Tor ausgelassen wurde, schied man nicht gleich aus,
sondern beendete den Lauf normal. In der Rangliste sind die
Torfehler aufgefuehrt.

In der Kategorie Snowboard siegte Urs Kroepfli aus Genf und
bei den Frauen die Doppel-Junioren-Weltmeisterin im Riesenslalom,
Tanja Uhlmann aus Langnau. Tagesbestzeit fuhr Thomas von
Gunten aus Lauenen in der Kategorie Ski.
Bei den Telemaerklern siegte der ehemalige Schweizermeister
Toni Burn aus Engelberg.
Auch Ueli Kestenholz war im Gasterntal mit dabei. Er verpasste jedoch
das Rennen wegen einer Fahrt mit dem Cross-Motorrad.

Bei diesem Event steht bei allen Teilnehmern eindeutig der Spass
im Vordergrund. Andy Burn aus Interlaken nahm zum ersten Mal
am Rockboarding teil. MHB als Sponsor mit dabei.
Schon zumzweiten Mal ist der Marketingleiter der
Meiringen-Hasliberg-Bahnen (MHB), Marc Scheck dabei.

"Es macht einfach Spass und ist etwas ganz aussergewoehnliches",
meint er. Die MHB trat als Sponsor von 15 Tageskarten auf.
Das erste Mal dabei war Andy Burn aus Interlaken. Durch einen
Kollegen habe er von diesem Event gehoert. Zum snowboarden
ist Andy gekommen, weil ihm das Skifahren keinen Spass mehr
machte und weil es ein guter Ausgleich zu seiner alltaeglichen
Taetigkeit ist. So gehoert der Physikstudent, der seit elf
Jahren snowboardet, zu den Pionieren im Snowboardsport.


Falls er naechstes Jahr die Zeit neben dem Studium findet, wird er
ganz sicher wieder beim Rockboarding mit dabei sein.

Jumpcontest für die Mutigen. Nach den Torlaeufen stand noch
ein Jumpcontest auf dem Programm.
Die Frage war eindeutig: "Wer hat den Mut?"
Sieben Jungs wagten ein paar Spruenge. Neben 360er gab es auch
einen Rodeoflip. Das ist eine 540 Grad Drehung ueber dem Kopf.

Nach dem Event blieb man noch bis spaet in die
Nacht im Gasterntal.
Grillieren und gemuetlich zusammen sitzen war angesagt.
Wenn man in die Runde hoerte war schnell klar:
Die meisten werden beim naechsten Rockboarding wieder.

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